Asta Gröting

  • 16.05.–22.06.2002

Die Galerie Martin Janda / Raum Aktueller Kunst zeigt vom 15. Mai 2002 bis zum 22. Juni 2002 die erste Einzelausstellung der deutschen Künstlerin Asta Gröting in Österreich.

Der Hauptraum der Galerie wird von zwei Bodenarbeiten dominiert. Unterfläche (1994-2002) eine teppichähnliche Form aus rosa Silikon, sowie eine Arbeit bestehend aus 25 Lederjacken, die in Handarbeit aus kleinen Lederresten von Bäuerinnen genäht wurden. Ich/Arbeit bezeichnet Asta Gröting eine Arbeit aus solchen Jacken, die übereinander gestapelt auf Fragen vom Verhältnis von Produktion und Zeit, aber auch auf den Bezug zwischen unterschiedlichen Leistungsmodellen verweisen — der Eigenen und der Allgemeinen.

Als zweiten Werkblock zeigt Gröting einen Zyklus, der sie nun schon seit einigen Jahren intensiv beschäftigt: Die innere Stimme. Vor über 10 Jahren hat Asta Gröting in ihrem ersten Film Die innere Stimme die Idee des zweiten Ichs durch das Bild des Bauchredners visualisiert. Der Bauchredner spricht mit seiner Puppe über Beziehung, Gewissen, Werte, Freundschaft oder Differenzen. Die Texte werden von Asta Gröting verfaßt, die Filme mit den weltweit bedeutendsten Bauchrednern realisiert. Bis heute entstanden 17 Filme, die durch Foto- und Diaarbeiten ergänzt, einen Einblick in Asta Grötings intensive Arbeit und Recherche in die Welt der Bauchredner geben und die parallele Strategien sowie die Erweiterung ihrer skulpturalen Ideen verfolgen.

Exhibition view, Galerie Martin Janda, 2002

Exhibition view, Galerie Martin Janda, 2002

Photo: Wolfgang Woessner

Asta Gröting, Fläche, 1994–2002

Asta Gröting, Fläche, 1994–2002

Silicone rubber, 380 × 460 cm

Exhibition view, Galerie Martin Janda, 2002

Exhibition view, Galerie Martin Janda, 2002

Photo: Wolfgang Woessner